Salzlandkreis unterstützt Partnerkommunen beim Förderprojekt Aller.Land.

Jetzt Daumendrücken – und weit mehr
1,5 Mio. Euro für Kultur im ländlichen Raum und breite Beteiligung sind lohnendes Ziel, meint auch Landrat Markus Bauer.


Bernburg. „Wir4Gemeinsam – wachsen am Harz“ steht über dem Projektantrag, den der Salzlandkreis pünktlich vor Ablauf des Jahres beim Projektbüro Aller.Land eingereicht hat, gemeinsam mit dem Projektteam, das unter Federführung bei der Stadt Aschersleben und bei den vier Kommunen Arnstein, Aschersleben, Falkenstein/Harz und Seeland angesiedelt ist. Der Salzlandkreis fungiert als Antragsteller im Verbundprojekt und als Zuwendungsempfänger, sollte nach der nun laufenden Prüfung durch das Projektbüro und nach dem entscheidenden Jurybesuch im Mai die Region ausgewählt werden, als eine von bis zu 30 unter bundesweit 97, die sich bewerben. Bis dahin bleiben vier Monate Zeit, sich weiter bestmöglich vorzubereiten.

„Ich drücke den Netzwerkpartnern aus den vier Städten und drei Landkreisen alle Daumen, dass die möglichen 1,5 Millionen Euro für Kulturprojekte in den nächsten fünf  Jahren auch in unsere ländliche Region fließen“, unterstützt Landrat Markus Bauer die Initiativen und lokalen Ideen. Viele Maßnahmen, die die Sichtbarkeit von kulturellen Angeboten, die Entwicklung von neuen Identifikationsmerkmalen und das Kennenlernen von Partnern in den Nachbarstädten zum Ziel haben, würden unterstützt.

Die bereits mit dem Salzlandkreis und von den vier Kooperationsstädten seit vielen Jahren gelebte und praktizierte landkreisübergreifende Zusammenarbeit in zahlreichen Bereichen, wie Tourismus und Wirtschaft, erlebt durch die Teilnahme an diesem Förderprogramm für Kultur, Beteiligung und Demokratie neue, nachhaltige und innovative Impulse. Und der Landrat fügt hinzu: „Der Salzlandkreis und unser Fachdienst Kreis- und Wirtschaftsentwicklung und Tourismus unter Leitung von Tilo Wechselberger haben viele wertvolle Erfahrungen gesammelt, bei unterschiedlichen Förderprojekten. Dieses Know-how und Manpower wird die Kreisverwaltung einbringen, um das Vorhaben zum Erfolg zu führen für uns alle.“

Es sind die vier benachbarten Städte Aschersleben, Seeland, Falkenstein/Harz und Arnstein, die die Umsetzung eines gemeinsamen Kulturprojekts in Angriff genommen haben. Die Projektregion zeichnet sich dabei durch ihre in diesem Rahmen einmalige und landkreisübergreifende Kooperation der Akteure aus dem Salzlandkreis, Landkreis Harz und dem Kreis Mansfeld-Südharz aus.

Das Bundesprogramm „Aller.Land - zusammen gestalten. Strukturen stärken“ ermöglicht eine Förderung über Stadt- und Kreisgrenzen. Ziel des Programms ist es, mit kulturellen, künstlerischen und kreativen Vorhaben das Zusammenleben in ländlichen Räumen zu fördern und durch Bürgerbeteiligung die Demokratie vor Ort zu stärken.  In den Aller.Land-Regionen soll sich ein breit angelegter Dialog entwickeln zwischen Partnerinnen und Partnern der Kultur- und Demokratiearbeit, Bildung und Regionalentwicklung, zwischen Zivilgesellschaft, Institutionen, lokaler Politik, Wirtschaft und den Kommunen. Inhaltlich befasst sich der Antrag mit der Förderung der regionalen Kultur und Gemeinschaft anhand der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele, mit einem Fokus auf Partizipation. Vielseitige Kunst- und Kulturformate, wie einen rotierenden Kulturtreff, Workshops, Erzählungen in Begegnungsstätten und Künstlerresidenzen, sollen die Region beleben. Eine vielseitige Netzwerkstruktur im analogen und digitalen Bereich fördert die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren. Eine Koordinationsstelle und ein regionales Gremium werden den Dialog unterstützen und ermöglichen so integrative kulturelle Teilhabe für alle, insbesondere für jüngere und ältere Generationen.

„Die Absicht des Förderprogrammes ist die interkommunale Zusammenarbeit weiter zu stärken und lebendig zu gestalten, um so die ländliche Region und die Gemeinschaft vor Ort zu kräftigen“, ergänzt Steffen Amme, Oberbürgermeister der Stadt Aschersleben.

Die erste Etappe im Förderverfahren haben die vier Partnerstädte allein geschafft. Die Projektregion „Wir4Gemeinsam“ gehört zu den fast 100 ausgewählten Projekten, die im Zeitraum von 2024 bis Mitte 2025 von einer Entwicklungsförderung in Höhe von 40.000 Euro profitieren. Innerhalb von anderthalb Jahren wurde mit finanzieller und inhaltlicher Unterstützung ein tragfähiges Konzept für das Kulturvorhaben von verschiedenen Akteuren aus der Region gemeinsam auf den Weg gebracht.

Zur Vorbereitung der zweiten Auswahlphase wurden erste Beteiligungsformate erprobt und viele Ideen für Einzelmaßnahmen entwickelt. Zwei Zukunftswerkstätten fanden bereits statt im vergangenen Jahr, bei denen sich auch der Salzlandkreis aktiv beteiligt hat.

Für ein Weiterkommen in die Förderung der Umsetzung ausgewählter Regionen muss sich ein Landkreis quasi den Hut aufsetzen, die Projektträgerschaft übernehmen und dann auch die spätere finanzielle Abwicklung mit der Förderstelle organisieren. Zum Förderantrag gesellen sich der Kosten- und Finanzierungsplan, der Maßnahmeplan für die Jahre 2025 bis 2027 sowie die Visualisierung der Projekt- und Organisationsstruktur hinzu und müssen eingereicht werden. In der konkreten Konstellation kamen drei Landkreise in Frage, einer hat sich bereit erklärt, die Hauptverantwortung zu tragen für die Förderwürdigkeit des Projekts im Netzwerk „Wir4Gemeinsam“ und damit sein Gelingen.

Das Land Sachsen-Anhalt unterstützt das Vorhaben mit der Finanzierung von 50 Prozent des Eigenanteils. Der Landkreis Harz hat ebenfalls seine finanzielle Unterstützung für dieses landkreisübergreifende Kulturprojekt zugesagt.


Förderhinweis:

Das Projekt „Wir4Gemeinsam – wachsen am Harz“ ist Teil des Förderprogramms „Aller.Land – zusammen gestalten. Strukturen stärken.“. Das Programm wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sowie die Bundeszentrale für politische Bildung. Programmpartner ist das Bundesministerium des Innern und für Heimat. Aller.Land ist Teil des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung.

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