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Lokales Netzwerk Kinderschutz/Frühe Hilfen im Salzlandkreis

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Seiten der Rubrik "Lokales Netzwerk Kinderschutz"

Aktuelles/Einführung

 
 
 
 
 
 

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AKTUELLE INFORMATIONEN

  • Fortbildungen 1. Halbjahr 2017

29.03.2017      Aggressive Störungen des Sozialverhaltens

24.05.2017      Hyperkinetisches Syndrom – ADHS

14.06.2017      Trauma-Folgestörungen

Referent:        Dr. med. Olaf Latuscynski, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychologie und -psychotherapie

Ort:                 KVHS, Standort Bernburg, Vor dem Nienburger Tor 13a

Zeit:                 jeweils 14:00 – 16:30 Uhr

Dokumente:    Einladung 

                      Anmeldeformular  

  • 17.02.2917: Der "Elternkalender" des Salzlandkreises mit vielen praktischen Hinweisen zur Entwicklung, Pflege, Ernährung und Gesunderhaltung des Kindes wurde präsentiert.  >>> Zur News-Mitteilung

 

Aktuelles Informationsmaterial

 

 

Broschüre "Wegweiser für die Akteure des Netzwerks"

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Flyer "Familienhebammen ..."

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Flyer "Hilfs- und Beratungsangebote für Familien im SLK"

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Notfallkarte für Kinder, Jugendliche und Eltern

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Broschüre "Strukturen im Kinderalltag" dt., engl.

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Achtung: 18 MB, 119 Seiten

 

 

 

 

 

 

 
 

EINFÜHRUNG ZUM NETZWERK

„LOKALES NETZWERK KINDERSCHUTZ IM SALZLANDKREIS“ UND
„BUNDESINITIATIVE NETZWERKE FRÜHE HILFEN UND FAMILIENHEBAMMEN“

Mit dem Inkrafttreten des „Gesetzes zur Verbesserung des Schutzes von Kindern“ im Land Sachsen-Anhalt zum 01.01.2010 hat der Gesetzgeber die Wichtigkeit der Weiterentwicklung des Kinderschutzes und der Frühen Hilfen hervorgehoben. Im Ergebnis dessen wurden in den Landkreisen „Lokale Netzwerke Kinderschutz“ ins Leben gerufen, so auch im Salzlandkreis. Die Gründung erfolgte in einer Auftaktveranstaltung am 11. August 2010 unter Schirmherrschaft des Landrates des Salzlandkreises. Zwei Jahre später, zum 01.01.2012, wurde mit dem „Gesetz zur Stärkung eines aktiven Schutzes von Kindern und Jugendlichen“ (Bundeskinderschutzgesetz) auf Bundesebene die Bedeutung des Themas untermauert.

Das Gesetz beinhaltet im Wesentlichen:

  • die Unterstützung der Eltern bei der Wahrnehmung ihres Erziehungsrechts und ihrer Erziehungsverantwortung durch möglichst frühzeitige, niedrigschwellige Angebote im Hinblick auf die Entwicklung der Kinder in den ersten Lebensjahren für Mütter und Väter und werdende Mütter und Väter (Frühe Hilfen);
  • die Festlegung von verbindlichen Strukturen für die Zusammenarbeit der Leistungsträger aus den Bereichen der öffentlichen und freien Jugendhilfe, des Gesundheitswesens, der Krankenhäuser und niedergelassenen Ärzte, der Hebammen und Familienhebammen, der Sozialämter, der Schulen, der Polizei und Ordnungsbehörden, der Agenturen für Arbeit, der Jobcenter, der Frühförderstellen, der Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen, der Familiengerichte und anderen;
  • den Auf- und Ausbau der Netzwerke Frühe Hilfen und den Einsatz von Familienhebammen unter Einbeziehung ehrenamtlicher Strukturen durch eine zeitlich befristete Bundesinitiative für die Jahre 2012 – 2015, die ab 2016 in einen Bundesfonds umgewandelt wird;
  • eine einheitliche Regelung für Berufsgeheimnisträger zur Weitergabe von Informationen an das Jugendamt;
  • die weitere Qualifizierung des Verfahrens zur Abschätzung von Kindeswohlgefährdungen durch die örtlichen Träger der Jugendhilfe;
  • die Umsetzung von Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung und Festlegung von verbindlichen Standards im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe und den Abschluss entsprechender Vereinbarungen, die Grundlage für die Finanzierung sind;
  • die Verpflichtung zur Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses für den in der Jugendhilfe beschäftigten Personenkreis, der Kontakte zu Kindern und Jugendlichen unterhält. Dies gilt auch für nebenberuflich und ehrenamtlich Tätige in Vereinen.

In Ergänzung des Bundeskinderschutzgesetzes gilt seit 01.07.2012 die „Bundesinitiative Netzwerke Frühe Hilfen und Familienhebammen“, die auf die Ebene der Länder und Landkreise übertragen wurde.

Familien, die sich überfordert fühlen oder in schwierigen Lebenssituationen sind, brauchen möglichst frühzeitig das passende Hilfsangebot. Hier setzt die Bundesinitiative an und unterstützt Bundesländer, Städte, Gemeinden und Landkreise finanziell mit jährlich bis zu 51 Mio. Euro.

 

FÖRDERMÖGLICHKEITEN BESTEHEN FÜR:

  • die weitere Entwicklung der Netzwerke mit Zuständigkeit für Frühe Hilfen und die Einrichtung und Qualifizierung einer Koordinierungsstelle auf Landkreisebene;
  • den Einsatz der Familienhebammen und deren Einbindung in die Netzwerke;
  • die Entwicklung von Ehrenamtsstrukturen unter Anleitung von hauptamtlichen Fachkräften zur Begleitung der Familien im Alltag;

Hauptschwerpunkte der Bundesinitiative sind die Frühen Hilfen und der Einsatz der Familienhebammen.

 

FRÜHE HILFEN…

  • sind niedrigschwellige Hilfsangebote für alle Eltern und Kinder ab Beginn der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren des Kindes,
  • sollen die Entwicklung von Kindern und Eltern in Familie und Gesellschaft frühzeitig und nachhaltig verbessern,
  • bieten Unterstützung im Alltag und fördern die Beziehungs- und Erziehungskompetenz von Schwangeren, Müttern und Vätern,
  • tragen zum gesunden Aufwachsen von Kindern bei und sichern deren Recht auf Schutz und Förderung,
  • tragen dazu bei, dass Risiken für das Wohl und die Gesundheit des Kindes frühzeitig wahrgenommen und reduziert werden.

 

FAMILIENHEBAMMEN…

  • sind staatlich examinierte Hebammen mit einer sozialpädagogischen Zusatzqualifikation, deren Tätigkeit die Gesunderhaltung von Mutter und Kind fördert,
  • unterstützen (werdende) Eltern und Familien in belasteten Lebenssituationen von Beginn der Schwangerschaft bis maximal zu einem Jahr nach der Geburt des Kindes,
  • helfen den Eltern, den Familienalltag auf das Leben mit dem Baby umzustellen,
  • geben Anleitung zur Pflege, Ernährung, Entwicklung und Förderung des Kindes und binden dabei die Familienmitglieder mit ein,
  • vermitteln bei Bedarf weitere Hilfen und sind „Lotsinnen“ durch die Angebote der Frühen Hilfen.

 

FAMILIENHEBAMMEN…

  • genießen ein besonderes Vertrauensverhältnis in den Familien,
  • ihre Inanspruchnahme beruht auf der Basis der Freiwilligkeit durch die (werdenden) Eltern;
  • sie unterliegen der Schweigepflicht; eine Weitergabe von Daten erfolgt nur mit Zustimmung (Ausnahme bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung).

 

ZIELGRUPPEN FÜR DEN EINSATZ DER FAMILIENHEBAMMEN SIND:

  • jugendliche Schwangere,
  • Frauen mit psychischen Belastungen oder Erkrankungen,
  • Frauen mit chronischen Erkrankungen,
  • Frauen mit Behinderungen,
  • Schwangere, Mütter und Kinder, die in häuslicher Gewalt leben,
  • Frauen/Familien mit eingeschränkter Fähigkeit zur Alltagsbewältigung,
  • Frauen mit Migrationshintergrund,
  • Familien, in denen Kinder mit Erkrankungen, Behinderungen oder bei Status nach Frühgeburtlichkeit leben.