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Aktuelles aus dem Salzlandmuseum

DIE GANZE WELT NUR EINE ELBE - KÜNSTLERBLICK UND TIERWELT IN EINER SONDERAUSSTELLUNG | 2. OKTOBER - 13. JANUAR

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Die Elbe prägt seit Jahrhunderten die Landschaft des heutigen Salzlandkreises und der Umgebung. Von dieser lebens- und liebenswerten Welt fühlten sich seit jeher nicht nur Menschen, sondern auch Tiere angezogen. Dieser tiefe Eindruck des Lebensstroms spiegelt sich in der Ausstellung und wird verstärkt durch Impressionen von Künstlern und Fotografen, die ihn mit ihren Gemälden und Fotos verewigt haben. 
 
Die Elbe ist auf ihrer Gesamtlänge von 1 094 Kilometern nicht nur bloße Wasserstraße, sondern viel mehr. Sie ist Lebensraum für unzählige Arten von Pflanzen und Tieren, die zueinander in Wechselbeziehungen stehen und mit den Menschen Lebensgemeinschaften bilden. Die Natur erobert sich heute die Elbe wieder zurück. Diese Veränderung zeigt sich an der Vogelwelt, die jetzt auf und an der Elbe zu beobachten ist, mit Arten, die früher nur selten vorkamen.
 
Die Sonderausstellung „Die Ganze Welt nur eine Elbe“ zeigt einen kleinen Blick in die Lebenswelt(en) rund um die Elbe. Sie ist eingebettet in die Dauerausstellung „LebensStröme“ des Salzlandmuseums, die noch detailreicher das Leben früher und heute an diesem Strom darstellt.

 

Vortragsreihe zur Ausstellung
Donnerstag, 25.10.2018 um 18.00 Uhr:
„Die Elbe – Fluss der Extreme“ (Probleme des Hoch- und Niedrigwassers) | Referent: Dr. Paul Dörfler
 
Donnerstag, 29.11.2018 um 18.00 Uhr:
„Naturraum Mittelelbe – eine Auenlandschaft“ | Referent: Dr. Hans Pellmann, Leiter Museum für Naturkunde Magdeburg
 
Donnerstag, 10.01.2019 um 18.00 Uhr:
Nutzungsbedingte Gewässerstrukturen der Elbe und Aufwertung von Lebensräumen – Historie, Grundlagen und Maßnahmebeispiele (am Beispiel Deichrückverlegung Lödderitz, Maßnahmen an der Alten Elbe Lostau, Maßnahme Durchstich Parchau) | 
Referent: Karl-Heinz Jährling, Sachgruppenleiter Morphologie, Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt (LHW) – Gewässerkundlicher Landesdienst

Die Elbe – Fluss der Extreme | vortrag

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Drei Fachvorträge begleiten die aktuelle Sonderausstellung im Salzlandmuseum „Die ganze Welt nur eine Elbe – Künstlerblick und Tierwelt“ bis zum Januar.
Den Auftakt gestaltet Dr. Ernst Paul Dörfler mit seinem Vortrag und Bildern am Donnerstag, 25. Oktober, 18 Uhr im Galeriesaal des Salzlandmuseums.
 
Niemals zuvor in der Geschichte hat sich unsere Elbe so extrem präsentiert wie in der jüngeren Vergangenheit. Im Jahr 2013 wurde das höchste Hochwasser, 2018 das niedrigste Niedrigwasser seit Beginn der Messungen registriert. Reiner Zufall?
Der Naturwissenschaftler und Buchautor Dörfler geht im Salzlandmuseum der Frage nach, wo die Ursachen dieser extremen Wasserstände liegen und womit wir künftig zu rechnen haben. Welche Möglichkeiten haben wir, den negativen Folgen von Flutwellen und Dürreperioden entgegen zu wirken?
 
Ernst Paul Dörfler ist selber ein Kind der Elbe. Aufgewachsen an der Mittelelbe und ein Leben lang an deren Ufern verwurzelt, kennt er den Fluss und seine Auen von innen heraus. Als promovierter Naturwissenschaftler hat er die Elbe samt ihrer Lebensfülle gründlich untersucht. In vielen Veröffentlichungen weist er sich als profunder Kenner und Streiter für diese Flusslandschaft aus.
 
Der Autor verfasste ein Dutzend Bücher und wirkte in zahlreichen Fernsehbeiträgen zur Elbe mit. Sein Lebenswerk gilt einer möglichst naturnahen Elbe und einem naturverträglichen Flusstourismus. Sein Engagement richtet sich konsequent gegen Verschmutzung und Kanalisierung seines Lieblingsflusses.
 
Foto (Katja Zumpe): Dr. Ernst Paul Dörfler vor der Elbe 
 

VERANSTALTUNGEN

1. / 2. Dezember
Weihnachtsmarkt Bad Salzelmen
Der Weihnachtsmarkt des Fördervereins Salzlandmuseum e.V. vor den Toren des Museums, im Ambiente des alten Salzelmener Marktplatzes. Das Salzlandmuseum ist an beiden Tagen geöffnet.

ZU HÖREN UND SCHAUEN IM SALZLANDMUSEUM

WERBUNG FÜR HIER - IMAGEFILM ZUM RINGHEILIGTUM PRÄSENTIERT VOR HOHEM BESUCH

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Bernburg/Schönebeck. „Film ab!“ hieß es kürzlich im kreiseigenen Salzlandmuseum. Vor den Augen von Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff, Kultusstaatssekretär Dr. Gunnar Schellenberger, Landrat Markus Bauer und zahlreicher weiterer Gäste flimmerte erstmals der offizielle Imagefilm zum Ringheiligtum Pömmelte über die Leinwand. Elf Minuten voller Information und Bildgewalt zum Steinzeitkult an der Elbe. „Objekt einer Jahrtausende alten Kultur in Sachsen-Anhalt präsentiert für das 21. Jahrhundert“ twitterte der Landeschef schon einen Tag vor der Premiere und sah darin: „Eine gute Werbung nicht nur für Touristen auf dem Elberadweg“. 
(Foto Pressestelle, Alexandra Koch: Dr. Haseloff hat das Steuer fest im Griff beim anschließenden Besuch der Dauerausstellung „Lebensströme“.
 
Im letzten Sommer begannen die Dreharbeiten für den Film und weitere neun Kurzclips in deutscher und englischer Sprache. Die Produktionsfirma NFP Media Rights GmbH & Co. KG aus Halle (Saale) hatte den Auftrag erhalten, nachdem die Förderzusagen vom Land Sachsen-Anhalt und von der Kloster Bergeschen Stiftung mit Sitz in Gommern eingegangen waren. Insgesamt 100.000 Euro hatte der Förderverein des Salzlandmuseums für das schon länger verfolgte Filmprojekt bei beiden Stellen eingeworben. Landrat Markus Bauer wusste deshalb am Premierentag einmal mehr einen verlässlichen Partner an der Seite seines Museums, wenn es um den Erhalt, die Neuausrichtung und Vermarktung der heimischen Kulturangebote geht. „Die Mitglieder des Fördervereins unterstützen seit 20 Jahren nach besten Möglichkeiten und mit überaus hohem Engagement das Haus mit ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit“, lobte Bauer den Einsatz. Vor drei Monaten, beim Bürgerfest zum „10.“, gab es dafür den Kulturpreis des Salzlandkreises. Jetzt nun einen Imagefilm zur Kreisgrabenanlage an der Elbe - zu sehen im Salzlandmuseum, demnächst auch im Internet - einen touristischen Magneten, der auch audiovisuell über die Himmelswege in das Salzland lockt. 
 
„In konstruktiver, professioneller und kreativer Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern der Produktionsfirma, den Kollegen des Salzlandmuseums und dem Förderverein ist ein tolles Ergebnis entstanden“, macht Markus Bauer auf den Streifen neugierig. Hauptdarsteller eine ausgegrabene und rekonstruierte Weltsensation, wiedererweckte Zeitgefährten und aufgeweckte Historiker, Denkmalpfleger, Fach- und Museumsleute von heute. Petra Koch, die Leiterin im Salzlandmuseum, oder auch Museumspädagoge Löbig. Der erhielt bei der Filmpräsentation übrigens als frischgebackener Vater einen Sachsen-Anhalt-Strampler für seine Tochter. Noch ist sie eine kleine Hessin, aber das Kulturland Sachsen-Anhalt wirbt für sich mit allem was geht.
 

 

MUSEUMSPÄDAGOGIK LIVE AM RINGHEILIGTUM - HIER BEIM BÜRGERFEST ZUM 10-JÄHRIGEN BESTEHEN DES SALZLANDKREISES

 

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Die neue "Grabungsstätte" lässt sich schnell und überall aufbauern und soll regelmäßig genutzt werden.Finn und Tobias Godehard nutzen das museumspädagogische Angebot am Ringheiligtum, selbst die „Ausgrabung“ von archäologischen Fundstücken kindgerecht nachzuempfinden. Museumsmitarbeiter Frank Löbig hat dazu kleine Schätze präpariert und professionelles Werkzeug für die „Freilegung“ zur Verfügung gestellt. Während der Tätigkeit lassen sich Informationen über die bronzezeitliche Erd-Holz Architektur, die heute als maßstabgetreue Rekonstruktion erlebt werden kann, aktiv vermitteln.

 

Foto: Pressestelle Salzlandkreis, A. Koch 

 

Dauerausstellung

 

"LebensStröme" und "Salzspueren"

 

Ringheiligtum Pömmelte

 

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Link zur Seite

Dauerausstellung im Salzlandmuseum

Ein eigener Ausstellungsbereich zum Ringheiligtum wurde im September 2016 freigegeben. Hierin finden sich Grabungsfunde und weitere originale Objekte aus der Region, die die wichtigen Kulturen aus der Steinzeit und der frühen Bronzezeit erklären, der Zeit vor über 4.000 Jahren, als der Ritualort ursprünglich genutzt wurde: Schädel zweier Skelette, einer Frau und eines Kindes, mit Spuren von Gewalteinwirkung, die auf rituelle Handlungen deuten; Pfeilspitzen mit Kampfspuren; Beigaben aus dem Grab eines Mannes (von 2800 – 2050 v. Chr.), das wohl als Ausgangspunkt der Kreisgrabenanlage angesehen werden kann.  

Über eine moderne Medienstation können Neuzeitmenschen Kontakt aufnehmen zu einem virtuellen Urururururur…Ahnen aus der Glockenbecher- oder Aunjetitzer-Zeit, können Fragen stellen zur Anlage und zur Nutzung.

Künftig gewährt ein Kombiticket des Museums einen umfassenden Eindruck vom Ringheiligtum, mit dem Indoor- und dem geführten Outdoor-Angebot. 

Ringheiligtum Pömmelte.Steinzeitkult an der Elbe - Dauerausstellung im Salzlandmuseum

Die Ergebnisse mehrjähriger archäologischer Ausgrabungen ließen nicht nur die Fachwelt aufhorchen: Unweit von Magdeburg entdeckte man die Überreste eines mehr als 4000 Jahre alten Kultortes. Das Ringheiligtum Pömmelte ist die Rekonstruktion dieses faszinierenden Fundes.

Die komplexe Holz-Erde-Architektur erwartet seit der Sommersonnenwende 2016 Kulturtouristen, Rad- und Wasserwanderer, benachbarte Kurgäste sowie Familien und Schulklassen. Von einer neun Meter hohen Aussichtsplattform bietet sich ein perfekter Überblick: sieben Ringe hölzerner Palisaden, Gruben und Wälle, der größte Durchesser etwa 115 Meter, mit Sitzmöglichkeiten, großem Parkplatz und Verbindung zum Elberadweg.

Zwei Hauptachsen führen in den freien Innenraum und sind auf feste Positionen des Sonnenlaufs ausgerichtet. 

Das Ringheiligtum ist ganzjährig frei zugänglich.

Eine Bilderreise in die Zeit der Teilung Deutschlands können die Besucher des Salzlandmuseums unternehmen. Denn hier wird bis zum 23. September eine Fotoausstellung gezeigt mit bekannten und unbekannten Fotos von Harald Hauswald und Texten von Stefan Wolle. Sie zeigt die ungeschminkte DDR-Realität. 
Die Fotos der Ausstellung sind eine Chronik des Abschieds geworden – eines Abschieds, der auch ein Aufbruch war. Harald Hauswald, 1954 in Radebeul geboren, beendete eine Fotografenausbildung und zog 1978 nach Ost-Berlin. 
Der Autor, Stefan Wolle, 1950 in Halle geboren, studierte an der Berliner Humboldt-Universität. 1972 musste er sie wegen kritischer politischer Äußerungen verlassen. Nach Wiederaufnahme und Abschluss des Studiums arbeitete er an der Akademie der Wissenschaften. Nach dem Mauerfall wurde er Sachverständiger für die Stasi-Akten am Runden Tisch und im März 1990 Mitherausgeber von „Ich liebe euch doch alle“, der ersten Stasi-Dokumentation, die zum Bestseller der DDR wurde. 
Die Ausstellungstafeln verlinken mit QR-Codes zu kurzen Videointerviews, in denen der Fotograf darüber berichtet, wie und in welchem Kontext das jeweils zentrale Foto entstanden ist. 
Die Fotoausstellung wird herausgegeben von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und OSTKREUZ Agentur der Fotografen. Die Agentur wurde von sieben ostdeutschen Fotografinnen und Fotografen in Paris gegründet. Sie zählt zu den renommiertesten Fotografenkollektiven Deutschlands.

Neben der aktuellen Fotoausstellung gibt es die Dauerausstellungen zu Salz, Elbeschifffahrt und zum Ringheiligtum Pömmelte zu entdecken. Das Museum ist dienstags und freitags von 10 bis 16 Uhr, donnerstags von 10 bis 18 Uhr und sonntags von 14 bis 18 Uhr für seine Besucher geöffnet.

Foto: ©Harald Hauswald/OSTKREUZ

Sonderausstellung "Die ganze Welt nur eine Elbe" - Künstlerblick und Tierwelt 
Die Elbe prägt über Jahrhunderte die Landschaft des Salzlandkreises und der Umgebung. Von dieser lebens- und liebenswerten Wel, fühlten sich nicht nur Menschen, sondern auch Tiere angezogen. Einschließlich der Impressionen von Künstlern und Fotografen, die den Strom mit ihren Bildern und Gedichten verewigt haben, vereinigt diese Sonderausstellung den tiefen Eindruck, den der Lebensstrom noch heute zurücklässt.
 
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öffnungszeiten

Dienstag und Freitag 10:00 - 16:00 Uhr
Donnerstag 10:00 - 18:00 Uhr
Sonntag 14:00 - 18:00 Uhr

Außerhalb der Öffnungszeiten bitte nach vorheriger Anmeldung.

EINTRITTSPREISE

Erwachsene

4,00 EUR (3,00 EUR ermäßigt für Auszubildende, Studierende, Schwerbehinderte, Sozialleistungsempfänger, Kurgäste)

Kinder / Jugendliche (7 - 17 Jahre)

2,00 EUR

Führungsgebühr (ab 10 bis max. 25 Personen)

35,00 EUR


 

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